Der Weg zu Uns....

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Seit Anfang des Jahres gibt es in St.Pankratius ein neues Gesicht: Pastor Matthias Feldmann. Durch unsere regelmäßigen Schulgottesdienste jeden Freitag ist er bei unseren Dritt- und Viertklässler mittlerweile schon kein unbekanntes Gesicht mehr. Allerdings hatten unsere Oveberg-Reporter doch noch eine ganze Reihe Fragen an ihn und haben ihn zum einem Interview in der Schule eingeladen. In dem ganzen Trubel (Wer stellt welche Frage? Wie machen wir das mit dem Handy/Diktiergerät? Wer sitzt wo?) haben wir leider versäumt ein paar Fotos zu machen, trotzdem wollen wir euch unser Interview natürlich nicht vorenthalten:

 

  1. Wer sind sie? Können sie sich einmal vorstellen?

Ich heiße Matthias Feldmann, ich bin 40 Jahre alt und bin seit Anfang Dezember als Pastor in St.Pankratius in Osterfeld im Pastoralteam tätig. 

  1. Wie lange sind sie schon Priester?

Ich bin seit fast 13 Jahren Priester. Ich bin 17. Mai 2002 geweiht worden am, das war damals der Freitag vor Pfingsten. 

  1. Haben sie Geschwister?

Ja, ich habe zwei jüngere Brüder die noch leben und es gab auch noch einen Bruder dazwischen, der ist aber nur ein paar Wochen alt geworden. Er hieß Gregor, aber an den kann ich mich gar nicht mehr so gut erinnern. Jetzt habe ich noch einen Bruder Daniel, der ist drei Jahre jünger als ich und einen Bruder Benedikt, der ist sechs Jahre jünger als ich.

 Was verbinden Sie mit unserem Stadtteil Osterfeld?

Damit verbindet mich, dass ich in meiner Ausbildung schon mal hier in der Nähe in St. Marien Rothebusch war. Dann war ich halt immer wieder mal in Osterfeld und jetzt wohne ich schon seit November 2014 hier und das verbindet mich natürlich auch ziemlich mit dem Stadtteil Osterfeld. Seitdem ich hier wohne habe ich schon viele Menschen kennengelernt und fühle mich jetzt schon ein bisschen wie ein Osterfelder. 

  1. Wo waren Sie Priester bevor Sie zu uns kamen?

Also ich war wie gerade schon gesagt in der Ausbildung schon in Rothebusch. Damals war ich aber noch kein Priester. Anschließend hatte ich meine erste Stelle als Kaplan in Essen-Frohnhausen in der Pfarrei St. Antonius. Dort war ich für vier Jahre und ab 2006 war ich dann für gut acht Jahre in Bochum. In Bochum war ich Stadtjugendseelsorger und habe für den BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), also für die katholischen Jugendverbände gearbeitet. Ich habe bis Ende 2014 in Bochum gewohnt und war dann aber auch schon eine Zeit lang von Bochum aus als Diözesankurat für die Pfadfinder tätig, das heißt als „geistlicher Begleiter“ für die katholischen Pfadfinder im ganzen Bistum. Dabei bin ich auch schon immer ein bisschen herumgefahren und habe an verschiedenen Orten auch gearbeitet. 

  1. Was gefällt Ihnen hier an der Gemeinde St.Pankratius?

Mir gefällt, dass es hier in der Nähe sehr viele nette Menschen gibt, dass es eine ganze Menge an Familien, Kindern und Jugendlichen gibt die in der Gemeinde mitmachen, das finde ich sehr schön. Wie ich gerade schon gesagt habe bin ich bei den Pfadfindern auch auf Bistumsebene tätig und deshalb freue ich mich auch sehr, dass es hier in St. Pankratius einen großen Pfadfinderstamm gibt wo auch viele Leute mitmachen. Gleichzeitig finde ich auch schön, dass es eine Menge Musik gibt, Chöre und das Blasorchester und so weiter. Ich mag Musik nämlich sehr gerne, deshalb gefällt mir natürlich auch, dass da so viel musikalisches passiert. 

  1. Warum sind sie Priester geworden?

Weil mir mein Glaube ganz viel bedeutet und mir immer schon wichtig gewesen ist. Ich war früher auch mal Messdiener und war selber auch bei den Pfadfindern. Dann gab es auch irgendwann die Überlegung: „Welchen Beruf möchte ich mal machen?“ Während meines Zivildienstes nach der Schule habe ich dann irgendwann überlegt „Mmh, alles was du dir überlegt hast – vielleicht mal Lehrer zu werden oder vielleicht mit behinderten Menschen zu arbeiten, das ist bestimmt alles auch echt gut, aber vielleicht muss es für dich doch irgendwie ein bisschen was anderes sein!“ Also hab ich mir gedacht, ich muss das einfach mal ausprobieren, das Theologiestudium anfangen und dann mal gucken ob das was für mich ist. Ich hab dann herausgefunden, dass ich als Priester ja mit sehr vielen ganz unterschiedlichen Menschen zu tun hab, das gefällt mir sehr gut und das war mir auch wichtig. Außerdem habe ich hier das Gefühl, dass ich meine Fähigkeiten gut einbringen kann, weil ich als Priester ja sehr unterschiedliche Aufgaben habe. Ebenso gefällt mir, dass ich da einer Menge Leuten etwas von Jesus erzählen und ihnen den Glauben näher bringen kann. Deswegen bin ich Priester geworden und das macht mir nach wie vor sehr viel Freude an diesem Beruf. 

  1. Ist Ihnen schon mal in einem Gottesdienst etwas komisches passiert?

Da ist bestimmt schon eine ganze Menge Komisches passiert. Ehrlich gesagt fällt es mir aber sehr schwer mich da an so etwas richtig Konkretes zu erinnern. Also nicht komisch, aber eher etwas erschreckend und spannend war es in der Osternacht: Da hat nämlich jemand mit so einer kleinen Osterkerze einem Mädchen die Haare und die Jacke angekokelt, das war ziemlich aufregend.

Dann ist mal etwas in einer Erstkommunionmesse passiert: da war es mal so, dass die Kinder nicht nur die Gaben sondern auch den Schmuck für den Altar nach vorne gebracht haben. Und da ist dann ein Mädchen mit der Blumenvase über die letzte Stufe gestolpert, dass war dann auch erstmal so ein Schreck-Moment. Es ist aber alles gut gegangen, das Mädchen hat jemand aufgefangen und die Vase ist auch sogar heil geblieben. Aber an so etwas richtig lustiges kann ich mich zumindest nicht mehr erinnern. 

  1. Welche Stelle im Gottesdienst gefällt Ihnen am Besten?

Mmh, das ist ganz schön schwer zu sagen. Also ich finde es wirklich immer wieder besonders beeindruckend, wenn ich die Wandlungsworte spreche in der Messfeier. Das ist dann, wenn wir uns genau daran erinnern wie Jesus mit seinen Freunden damals das letzte Abendmahl gefeiert hat. Wenn ich dann die Worte sagen darf die er damals zu seinen Freunden gesagt hat, dann ist das für mich immer besonders beeindruckend. Ich habe ja gerade schon gesagt, dass ich Musik sehr gerne mag. Darum finde ich in ganz vielen Gottesdiensten auch das gemeinsame Singen besonders schön und besonders eindrucksvoll oder wenn es besondere Lieder gibt. 

  1. Was machen Sie so in Ihrer Freizeit?

Also im Moment habe ich ein bisschen angefangen mal wieder Joggen zu gehen, das ist aber sowas was ich ganz lange gar nicht gemacht habe. Da merke ich aber, dass mir das im Moment auch wieder ganz gut gefällt und vor allen Dingen auch ganz gut tut so ein bisschen Bewegung zwischendurch. Ansonsten mache ich sehr sehr gerne Musik: Ich spiele Gitarre, dass ist das was ich von den Instrumenten eigentlich am Besten beherrsche. Ich spiele aber auch ein bisschen Klavier und Kontrabass und das macht mir große Freude. Musik zu machen, zu singen und mit anderen zusammen Musik zu machen, daran habe ich großen Spaß. Ich höre auch gerne Musik, wenn ich nicht gerade selber welche mache. Ich höre gerne Hörspiele wenn ich Zeit habe, oder manchmal wenn ich im Auto fahre. Ansonsten spiele ich auch gerne . Das ist bei mir im Moment auch ein bisschen selten, dass das so klappt, aber wenn sich das ergibt dass ich mich mit Freunden treffe oder mit meinen Brüdern Zeit finde, dann spiele ich auch gerne Brett- oder Kartenspiele. 

  1. Haben Sie ein Lieblingslied, also vielleicht ein normales und ein Kirchenlied?

Das ist jetzt wieder so eine total schwere Frage weil es ganz ganz viele Lieder gibt die ich gerne mag. Von den Kirchenlieder mag ich gerade im Moment besonders gerne „Wir tragen einen Menschen Namen, von dem wir sagen er war Gottes Sohn“. Das gefällt mir gerade besonders gut. Bei den nicht-kirchlichen Liedern ist es fast noch schwerer. Also ein Lied, so ein Klassiker den ich besonders gerne mag ist „Heute hier, morgen dort“, das singen wir oft bei den Pfadfindern am Lagerfeuer oder so. Das ist von Hannes Wader, den höre ich sowieso auch ganz gerne. Das ist ein deutscher Liedermacher der viel mit der Gitarre spielt. Dann mag ich viele Lieder von Reinhard Mey gerne. Sonst sind das viele klassische Lieder, zum Beispiel „Blowing in the wind“ von Bob Dylan. Ansonsten höre ich auch ganz gerne brasilianische Musik: „Garota da Ipanema“ wäre eins was auch ganz viele kennen, das höre ich sehr gerne und „Respeitem Meus Cabelos, Brancos“ ist auch noch eins von einem brasilianischen Sänger den ich gerne mag, nämlich von Chico César.

  1. Haben sie ein Lieblingsessen?

Lauter so schwere Fragen: Also ich esse total gerne und ich mag total viele Sachen gerne. Es gibt nur ganz wenige Sachen die ich nicht esse oder nicht mag. Was ich sehr gerne mag sind Gerichte mit Reis, also Reis generell finde ich super. Ich bin mal während meines Studiums eine Zeit lang in Brasilien gewesen, und da gibt’s eigentlich jeden Tag Reis mit dunklen Bohnen, das mag ich auch sehr gerne. Das erinnert mich auch immer so ein bisschen an Brasilien und damit ist das fast schon so eine Art Lieblingsgericht wenn das gut gemacht ist.